Allergietypen

Allergien betreffen hierzulande eine immer größere Anzahl von Menschen. Es gibt keine hinreichende wissenschaftliche Erklärung dafür, aber einige Thesen, was dafür verantwortlich sein kann.

  • Hygiene

Durch manchmal übertriebene Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen ist das Immunsystem unterfordert. So wurde festgestellt, dass Kleinkinder, die mit einem Haustier aufwachsen, später weniger an Allergien leiden. Hund oder Katze nehmen im Freien Keime auf, an die sich das Immunsystem frühzeitig gewöhnen kann.

  • Rückgang parasitärer Krankheiten

Da es diese Krankheiten in den Industrieländern nicht mehr gibt, könnte es zu einer Art Umleitung auf doch eher harmlosere Erkrankungen kommen.

  • Umweltverschmutzung

Feinstaub kann in tiefer gelegene Schichten der Lunge geraten und somit eine Sensibilisierung hervorrufen. Haselsträucher reagieren durch Umweltbelastungen mit Stress und verändern ihre Eiweißbildung, so dass der Mensch immer häufiger darauf reagiert.

  • Lebensgewohnheiten

Rauchen, Stress, Autoabgase und Ernährung können Allergien ebenso begünstigen.

Hier eine Übersicht der diversen Allergietypen, die einen früher oder später, oder hoffentlich auch niemals, betreffen können.

Inhalationsallergene

Diese gehören zur Gruppe der Typ 1-Allergien und wirken sofort. Sie werden über die Atemwege aufgenommen oder gelangen über die Schleimhäute von Nasen und Augen in den menschlichen Körper. Zu den bekanntesten Arten zählen Pollenstaub im Frühjahr durch Blüten von Bäumen und Sträuchern, Pilzsporen, Federstaub, verschiedene Harze und Formaldehyd, aber auch Urin, Kot und Schweiß.

In erster Linie werden dadurch Atemwegsprobleme ausgelöst, wie beispielsweise der weitverbreitete und bekannte Heuschnupfen, Bindehautentzündung, Hustenreiz oder bronchiales Asthma. Im weiteren Verlauf können dadurch aber auch Darm- und Hautsymptome sowie Kreislaufprobleme ausgelöst werden.

Ingestionsallergene

Diese Allergene gelangen über den Mund in den Verdauungstrakt. Manche werden sofort freigesetzt, andere erst nach der Nahrungsverdauung, die auch manchmal mehrere Stunden dauern kann.
Bei entsprechend veranlagten Patienten können Verstopfung, Durchfall oder diverse Koliken auftreten.

Kontaktallergene

Diese überwinden die natürliche Schutzfunktion der Haut. Auch dabei kann es zu einer sofortigen oder zu einer verspäteten Reaktion kommen, die bis zu 72 Stunden dauern kann. Die bekanntesten Krankheiten der Typ 4-Allergie sind allergisches Kontaktekzem, Transplantatabstoßung sowie Arzneimittelexanthem.

Injektionsallergene

Durch Injektion oder Infusion gelangen Gifte direkt in den menschlichen Körper, etwa durch Insektenstiche (wie Bienen, Wespen oder verschiedene Meerestiere) oder Impfungen. Bekannte Symptome sind gesteigerte örtliche Reaktionen der Haut, beispielsweise durch Rötung der betreffenden Stelle oder anaphylaktische Reaktion.

Kreuzallergie

Darunter ist eine Sensibilisierung gegenüber chemischen oder biologischen Substanzen zu verstehen. Da der Aufbau dieser Substanzen fast gleich ist, werden diese vom Immunsystem als Allergien erkannt.
So können etwa Menschen, die gegen Birkenpollen allergisch sind, auch auf den Verzehr von Äpfeln allergisch regieren.

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